Nachlese zur Kerwe vom 29.07. – 01.08.2011
Die Kerwe 2011 ist vorbei, sie war erfolgreich und die Planungen für 2012 können beginnen. Man sollte es nicht glauben, trotz aller Prognosen und Vorhersagen, es regnete erstmals im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht und es blieb trocken. Allerdings war es recht kühl und der kalte Wind vertrieb die Gäste z.B. gerade am Samstagabend recht früh. Ansonsten muss der Liederkranz aber zufrieden sein, denn über mangelnden Besuch kann sich niemand beklagen.
Das schön gestaltete Sängerdorf, war täglich sehr einladend geschmückt und Lore Weber fand immer die passende Tischdekoration, schön für das Auge. Einziger Wermutstropfen: Morgens fehlten einige der schönen Arrangements.
Erstmals war auch der große Ausschankwagen nicht vorhanden, aber auch das machte nichts, denn dafür standen weitere Tische und auch bequeme Stühle bereit. Optisch war der „Biergarten“ mit den kleinen Zelten ein wunderschöner Anblick einfach zum WOHLFÜHLEN.
Das kulinarische Angebot war - wie immer - sehr abwechslungsreich und wurde gelobt. Die Gäste waren zufrieden mit dem Angebot an Getränken und Speisen. Die Forellen, Schnitzel und Bratwürste mundeten.
Einer der Höhepunkte war der „Andechser Tag“ mit Bayerischen Spezialitäten, wie Schweinebraten, Leberkäse, Weißwurst, Obazda, Kässpatzen, Kartoffelsalat usw.. Dazu gab es natürlich auch das berühmte Bier aus Andechs. Zum Mittagessen konnte ein volles „Haus“ vermeldet werden.
Am Montag entwickelte sich das Ochsenfleischessen hervorragend, denn das „Haus“ war wieder voll. Die Überraschung folgte am Abend, denn Dirigent Ludwig Reinhard sammelte seine Mannen um sich und spontan wurden einige Lieder gesungen, zur Freude der zahlreichen Besucher.
Leider ist die Kerwe vorbei, denn unübersehbar zog der Trauerzug um Kerwepfarrer Horst Post durch die Straußwirtschaften, um dann die Kerwe, würdevoll zu begraben.
Dank geht an das Organisationsteam um Martin Knapp und Bernd Seiler, die vielen Helfer und an ALLE, die an der Veranstaltung in irgendeiner Form beteiligt waren und somit der Kerwe 2011 zu einem erfolgreichen Verlauf verhalfen. (rn)
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MGV Liederkranz Sulzbach am Zahmen Kaiser
Stimmungsvoller Familienausflug mit viel Abwechslung am herrlichen Walchsee
Bild:Peter Sattler
Man stellt sich auf Regen, Gewitter und Wind ein, muss dann aber feststellen, nicht mal auf die Wettervorhersagen kann man sich verlassen, denn ideales Ausflugs- und Wanderwetter genossen die 100 Teilnehmer beim Familienausflug. Dazu erwartete die Reisegesellschaft des "Liederkranzes" mit dem „Wildauerhof“, und der gastfreundlichen Familie Wildauer, ein erstklassiges Hotel, das alle Annehmlichkeiten bot und seinen Gästen eine vorzügliche Küche kredenzte. Zudem immer vorhanden: ein gigantischer Ausblick auf das Panorama des „Zahmen Kaisers“. Hier hatte das Organisationsteam um Bernd Seiler und Martin Knapp ein glückliches Händchen und auch ein ausgewogenes Programm wurde angeboten, das seines Gleichen sucht. Diese Tatsache war täglich zu spüren und wurde auch dankbar anerkannt. Der fünftägige Familienausflug des MGV Liederkranz Sulzbach wird daher wieder in die Vereinsgeschichte eingehen.
Die Tatsache, dass zwei Autobusse nötig waren zeugt davon, dass die Lust auf Familienausflüge offenbar noch immer ungebrochen ist, was Ansporn für die Organisation weiterer Ausflüge geben dürfte. Schon die abwechslungsreiche Anreise konnte begeistern, denn nach einer ausgiebigen Frühstückspause bei Gruibingen, mit allerlei Köstlichkeiten, warteten in München bereits Fremdenführer, die den Gästen ihre Stadt sowie die Geschichte der Wittelsbacher und die von König Ludwig II., näher brachten. Man war begeistert von München und seinen prachtvollen Bauten wie Rathaus und Kirchen. Es gab auch genügend Freizeit für eigene Unternehmungen innerhalb der Mittagspause.
Die Fahrt ging weiter und am späten Nachmittag erreichte man das Ziel und bezog Quartier. Die Begrüßung der Hausherrin erfolgte beim Abendessen und dann klang der Tag gemütlich aus.
Angenehmes Wanderwetter weckte die Ausflügler am nächsten Morgen, genau richtig für die geplanten Touren. Es bildeten sich drei Gruppen wobei sich die „Trittsichern“ an eine sechsstündige Tour entlang des Zahmen Kaisers wagten. Etwa 950 Höhenmeter galt es zu überwinden, um auf 1.690 m Höhe zu gelangen. Auf schmalen Pfaden, über Wurzeln und Geröll erreichte man die Jofenalm und schließlich das Endziel, die tolle Aschinger Alm, wo sich alle Gruppen zur Mittagsrast trafen. Herrlich, die Ausblicke, die Entlohnung für die Strapazen waren. Der erfahrene Wanderführer zeigte die einzigartige Natur, gab Erklärungen zu Flora und Fauna, so dass man fast die steilen und rutschigen Pfade vergaß.
Eine zweite Gruppe wagte die leichtere Wanderung, welche in etwa zweieinhalb Stunden in Serpentinen auf befestigten Wegen zur besagten Alm führte. Es gab auch noch eine einfachere Variante für die dritte Gruppe, die auch von ein paar genutzt wurde, denn ein Sessellift führte nach oben und nach etwa 25 Minuten hatte man ebenfalls das Ziel, die Aschinger Alm erreicht, wo man ausgiebig vesperte und das Panorama genoss.
Nach dem Abstieg wurden die Annehmlichkeiten des Hotels genutzt oder man vergnügte sich noch beim Pfingstfest in Walchsee mit den Blasmusikkappellen. Mit dem Auftritt der männlichen Gesangsabteilung unter Leitung von Horst Otto - wie allabendlich - wurde dann das Abendessen eingeläutet. Der Rest des Abend verlief stimmungsvoll, ehe man, doch etwas müde, die Betten aufsuchte.
Viel Abwechslung versprach auch der nächste Morgen, denn es stand eine Rundfahrt in und um das Gebiet des Zahmen und des Wilden Kaisers auf dem Programm. Die engagierten Reiseleiterinnen brachten den Gästen dabei ihre Heimat näher und sprachen auch über die Entstehungsgeschichte der „Kaiserregion“. Start war also der Kaiserwinkel um den Walchsee und man besuchte auch den Luftkurort Reit im Winkel, in der Nachbarschaft gelegen. Durch das Kaisertal ging es hinauf zur schön gelegenen Fischbach Alm, wo man ausgiebig Mittagspause machte. Man schien am Ende der Welt zu sein, denn das Kaisermassiv ließ hier Straßen und Wege enden. Hier beginnen dann die Klettertouren der Bergsteiger. Vorbei an Going, Ellmau und dem Wilden Kaiser ging es dann nach Kufstein, dessen kleine Altstadt sehr reizvoll wirkt, überragt von der mächtigen Festung mit der berühmten Orgel. Danach ging es zurück zum Hotel, wo am Abend der Tageshöhepunkt mit einem schwungvollen „Bunten Abend“ folgte. Die Stimmungswogen schlugen hoch und die Begeisterung kannte keine Grenzen. Eröffnet wurde der Abend mit solidem Gesang des „Männerchors“ und anschließend begeisterte die Abordnung vom Frauenchor mit ihren Beiträgen. Anneliese Wetzel erinnerte mit ihren Gesangeinlagen an frühere Zeiten und an ihre Karriere als Sängerin verschiedener Bands. Sie zeigte welches Talent noch immer in ihr schlummert und wurde begeistert gefeiert.
Den Abschluss machte das Männerballett, das Simone Weber einstudiert hatte. Mit „Hol dein Lasso raus...“, und als Cowboy und Indianer verkleidet, hatte die Truppe den Geschmack des Publikums getroffen, so dass sich die Stimmungswogen fast überschlugen. Es wurde sehr spät, denn gute Unterhaltung braucht eben seine Zeit. Alleinunterhalter „Andy“, ein Mann mit Niveau und einzigartiger Instrumentenvielfalt, trug wesentlich mit Witz, Humor und Zauberei zum Gelingen des Abends bei und brachte den Saal zum Brodeln.
Am vierten Tag gab es die Möglichkeit einen Ausflug an den Chiemsee mit Besuch der Frauen- und Herreninsel zu unternehmen, dem sich die Hälfte der Gäste anschloss. Die andere Hälfte zog es vor, etwas für die Gesundheit zu tun und wanderte über die Riederalm zur schönen Ottenalm, wo der Hüttenwirt für mit seiner Musik für Stimmung sorgte. Auch diese Tour lohnte, denn man konnte schöne Ausblicke ins Tal und auf das Kaisergebirge genießen.
Nach einer Erholungsphase am Nachmittag und Abend mussten schließlich die Koffer gepackt werden, denn am nächsten Morgen stand die Heimreise an. Mit einem Ständchen verabschiedete sich der Liederkranz von den Gastgebern und der Vorsitzende Jochen Weber überreichte zur Erinnerung, eine Plakette, die im Hotel einen Platz finden wird. Die Heimreise führte dann über das schöne Kloster Andechs, oberhalb des Ammersees gelegen. Natürlich genoss man dort auch die kulinarischen Angebote, ehe es dann weiter in Richtung Heimat ging, wo man am späten Abend ankam. (rn)